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1. Warum brauche ich im Internet einen Domainnamen
und eine IP-Adresse? |
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Alle Rechner im Internet (auch Hosts genannt) werden über eine eindeutige
Nummer, die sogenannte IP-Adresse, identifiziert. Sie hat die Form xxx.xxx.xxx.xxx, wobei xxx als
Stellvertreter für Zahlen zwischen 0 und 255 steht. Eine typische IP-Adresse wäre also beispielsweise
212.43.65.3. Wenn ein Rechner über das Internet also mit einem anderen Rechner kommunizieren will, sendet
er "Internet Pakete" an diesen, die als "Anschrift" diese IP-Adresse haben. Da man sich
als Benutzer aber Namen leichter merken kann als diese Nummern, wurde das Domainnamen-System (DNS)
eingeführt. Jeder Domainname wird dabei einer IP-Adresse zugeordnet. Die Hosts können damit vom
Internetnutzer sowohl über die IP-Adresse als auch über den Domainnamen erreicht werden. Wegen der
Eindeutigkeit darf jeder Domainname, wie auch eine IP-Adresse, weltweit jeweils nur einmal vergeben werden.
Die Domainnamen sind hierarchisch von rechts nach links gegliedert. Der ganz rechte Teil nach dem Punkt
heißt Top Level Domain, der davor Second Level Domain oder einfach Domain. Alle weiteren Namensteile links
davon sind jeweils Sub-Domains. Die Domains unterhalb der Top Level Domain DE werden von der DENIC
verwaltet.
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2. Was ist eine Top Level Domain? |
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Die Top Level Domains (TLDs) sind die höchste Hierarchiestufe im
internationalen Domainnamen-System. Sie stehen ganz rechts nach dem letzten Punkt im Domainnamen. Man
unterscheidet zwischen allgemeinen oder generischen TLDs (gTLDs) wie .com, .net und .org und
länderspezifischen TLDs (den ccTLDs für country code) wie .de (für Deutschland) oder .ch (für die
Schweiz). Zu den gTLDs gehören auch .mil, .int, .arpa, .edu und .gov, die jedoch für bestimmte
Benutzergruppen reserviert sind, z. B. die amerikanische Regierung oder Internationale Organisationen. Die
Länderkürzel werden von den Network Information Centers (NICs) verwaltet und administriert. Für
Deutschland ist dies die DENIC eG. Für die gTLDs ist die internationale Organisation ICANN zuständig. Die
technische Abwicklung liegt in den Händen der amerikanischen Firma Network Solutions NSI.
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3. Wie sind die Internetadressen (IP-Adressen) aufgebaut? Was versteht man
unter Class A-, B- oder C- Netzen? |
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Im Internet hat jeder Rechner eine eindeutige
'Rufnummer', die
IP-Adresse, die aus vier Bytes besteht. Diese vier Bytes werden dezimal, durch Punkte getrennt, geschrieben.
Der Betreiber eines LAN (Local Area Network) erhält vom zuständigen Network Information Center (NIC)
einen Block von zusammenhängenden Adressen und verteilt diese an die angeschlossenen Rechner. Dieser Block
wird als "Address Range" bezeichnet. Die Zahl der Adressen in einer "Address Range"
entspricht einer Zweierpotenz. Bei Bedarf werden auch unterschiedlich große Blöcke zu einem größeren
Block zusammengefaßt.
In der folgenden Tabelle ist aufgelistet, wieviele Rechner (Hosts) bei einer bestimmten Blockgröße (Classfull)
mit Adressen versorgt werden können, wieviele identische Bytes (Prefix) deren Adressen haben und durch
welche Subnetzmasken sie identifiziert werden können.
| Hosts |
Prefix |
Classfull |
Subnet Mask |
| 2 |
31 |
- |
255 255 255 254 |
| 4 |
30 |
- |
255 255 255 252 |
| 8 |
29 |
- |
255 255 255 248 |
| 16 |
28 |
- |
255 255 255 240 |
| 32 |
27 |
- |
255 255 255 224 |
| 64 |
26 |
- |
255 255 255 192 |
| 128 |
25 |
- |
255 255 255 128 |
| 256 |
24 |
1C |
255 255 255 0 |
| 512 |
23 |
2C |
255 255 254 0 |
| 1.024 |
22 |
4C |
255 255 252 0 |
| 2.048 |
21 |
8C |
255 255 248 0 |
| 4.096 |
20 |
16C |
255 255 240 0 |
| 8.192 |
19 |
32C |
255 255 224 0 |
| 16.384 |
18 |
64C |
255 255 192 0 |
| 32.768 |
17 |
128C |
255 255 128 0 |
| 65.536 |
16 |
1B |
255 255 0 0 |
| 131.072 |
15 |
2B |
255 254 0 0 |
| 262.144 |
14 |
4B |
255 252 0 0 |
| 524.288 |
13 |
8B |
255 248 0 0 |
| 1.048.576 |
12 |
16B |
255 240 0 0 |
| 2.097.152 |
11 |
32B |
255 224 0 0 |
| 4.194.304 |
10 |
64B |
255 192 0 0 |
| 8.388.608 |
9 |
128B |
255 128 0 0 |
| 16.777.216 |
8 |
1A |
255 0 0 0 |
| 33.554.432 |
7 |
2A |
254 0 0 0 |
| 67.108.864 |
6 |
4A |
252 0 0 0 |
| 134.217.728 |
5 |
8A |
248 0 0 0 |
| 268.435.456 |
4 |
16A |
240 0 0 0 |
| 536.870.912 |
3 |
32A |
224 0 0 0 |
| 1.073.741.824 |
2 |
64A |
192 0 0 0 |
| 2.147.483.648 |
1 |
128A |
128 0 0 0 |
| 4.294.967.296 |
0 |
256A |
0 0 0 0 |
Im Folgenden wird kurz die historische Einteilung in Class A-, B- oder C-Netze beschrieben, die aus der
oben beschriebenen Sicht "Address Ranges" mit einer festen Zahl von Adressen entsprachen. Dabei
gab es nur drei mögliche Blockgrößen, die der Größe der jeweiligen Einrichtung entsprechen sollten.
Diese Einteilung in nur drei Klassen erwies sich aber als zu unflexibel und wurde zugunsten der freier
wählbaren "Address Ranges" 1994 aufgegeben.
Class-A-Adresse
Sie ist von der Form A.x.x.x mit 0 <= A <= 126. Damit gibt es auf der Welt genau 127
Class-A-Adressen. Nicht vergeben wird die Adresse 10.x.x.x.
Class-B-Adresse
Diese ist von der Form B1.B2.x.x mit 128 <= B1 <= 191 und 0 <= B2 <= 255. Mit einer
Class-B-Adresse kann man immerhin ca. 65000 Rechner verwalten. Derzeit sind bereits über 61% aller
Class-B-Adressen verteilt, so dass sich angesichts des rapiden Wachstums des Internets ein Mangel
abzeichnet. Class-B-Adressen werden daher nur noch in begründeten Fällen zugewiesen. In diesem Bereich
werden übrigens die Adressen 172.16.0.0 bis hin zu 172.31.255.255 nicht vergeben.
Class-C-Adresse
Sie hat die Gestalt C1.C2.C3.x mit 192 <= C1 <= 223 und 0 <= C2, C3 <= 255 und erlaubt
bis zu 255 Rechner in einem Adreßblock. Von diesen Anschriften sind derzeit erst 36% verbraucht, so
dass man dazu übergeht, statt einer Class-B-Adresse lieber einen Block aufeinanderfolgender
Class-C-Adressen zu vergeben. Auch hier gibt es reservierte Adressen; es ist dies der Bereich
192.168.0.0 bis 192.168.255.255.
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4. Was sind NSentry-Domains bzw. Nameserver? |
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Es gibt zwei Möglichkeiten, die Erreichbarkeit einer Domain sicherzustellen:
- Die Domain wird von unserem Primary Nameserver an untergeordnete Nameserver
'delegiert'. Das
bedeutet, dass in unsere Datenbanken die Adressen von zwei Nameservern eingetragen werden. Jede Anfrage,
die uns bezüglich dieser Domain erreicht, wird an diese Name Server mit der Erwartung weitergegeben,
dass auf diesen Nameservern weitere Daten zu dieser Domain angeboten werden. Bei der Ersteintragung von
Nameservern werden diese deshalb auch auf ihre minimale Funktionalität hin geprüft.
- Es gibt auch die alternative Möglichkeit, dass auf unserem Primary Nameserver bis zu fünf Dienste,
die mit dieser Domain zusammenhängen, z.B. www.beispieldomainname.de oder mail.beispieldomainname.de
direkt (über einen sogenannten NSentry-Eintrag) mit der IP-Adresse des Hosts verknüpft werden, über
den dieser Dienst abgewickelt wird. Solche Domains wurden früher MX-ONLY-Domains genannt.
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5. Was ist der Unterschied zwischen der DENIC eG und einem Internet Service
Provider? |
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Die DENIC eG in Frankfurt/Main verwaltet und administriert die Top Level Domain
(TLD) .de und ist der Betreiber des Primary Nameservers für die DE-Domains. Damit ist sie die zentrale
Registrierungsstelle für alle DE-Domains. Mitglieder sind die deutschen Internet Service Provider (ISPs).
Die DENIC stellt KEINERLEI IP-Dienstleistung (also Internetzugang, Webspace, etc.) für Dritte zur
Verfügung oder betreut gar WWW-Seiten. Diese Aufgaben werden von den ISPs wahrgenommen.
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6. Wo kann ich Informationen zum Internet sowie Statistiken über Zugriffe,
die Anzahl der Rechner im Internet, etc. erhalten? |
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Einige (leider rudimentäre) Statistiken über das Wachstum des Internets finden
Sie auf den DeNIC Webseiten.
Diese Darstellung beruht auf Zahlen, die von RIPE
erstellt werden.
Diese Zahlen sind jedoch keine exakten Zahlen, sondern eher als Größenordnungen zu verstehen. So sind
z. B. Rechner hinter einer Firewall nicht erreichbar und werden somit auch von der Zählung nicht erfasst.
Über die Anzahl der Internet-Benutzer können keine genauen Angaben gemacht werden. Man könnte die
ermittelte Zahl der Hosts mit der erwarteten, durchschnittlichen Anzahl Benutzer pro Rechner multiplizieren
(etwa 3-10) und erhielte eine grobe Zahl auf Basis einer Schätzung.
Hinzu kommt das Problem, welche Art der Internet-Anbindung mitgezählt werden soll:
Es gibt Nutzer und Rechner hinter Firewalls, hinter die man nicht sehen kann.
Wollen Sie T-Online, AOL- und Compuserve-Nutzer hinzuzählen?
Zählt bereits die Möglichkeit, auf das Internet zugreifen zu können oder erst der tatsächliche
Zugriff?
Was ist mit Nutzern, die über Wählverbindungen angeschlossen sind?
Weitere Informationen haben wir leider nicht verfügbar bzw. diese existieren nicht. Falls Sie eine
öffentlich zugängliche Quelle zu genaueren Zahlen finden, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns diese
nennen könnten.
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byte:city GmbH ·
e:Business & Marketing
Fon +49 (201) · 860 50 8-0 · Fax + 49 (201) · 860 50 8-10
Girardetstraße 2 - 38 · D-45131 Essen · Germany |
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